Futterumstellung Katze
Futterumstellung bei der Katze – behutsam, geduldig und katzengerecht
Katzen sind Gewohnheitstiere. Eine Futterumstellung braucht deshalb besonders viel Ruhe und Zeit. Ein zu schneller Wechsel kann zu Futterverweigerung, Verdauungsproblemen oder Stress führen. Mit der richtigen Vorgehensweise gelingt die Umstellung jedoch sanft und sicher.
Warum eine Futterumstellung bei Katzen sensibler ist
Der Stoffwechsel und die Darmflora von Katzen reagieren deutlich empfindlicher als bei Hunden. Zudem orientieren sich Katzen stark an Geruch, Konsistenz und Temperatur ihres Futters. Ein abrupter Wechsel wird daher oft abgelehnt.
Die bewährte Schritt-für-Schritt-Umstellung (14–21 Tage)
Plane für Katzen grundsätzlich mehr Zeit ein als für Hunde. Geduld zahlt sich hier aus.
- Tag 1–4: 10–20 % neues Futter + 80–90 % gewohntes Futter
- Tag 5–8: 30–40 % neues Futter + Rest bisheriges Futter
- Tag 9–12: 50 % neues Futter + 50 % bisheriges Futter
- Tag 13–16: 70–80 % neues Futter + Rest bisheriges Futter
- ab Tag 17: 100 % neues Futter
Was während der Umstellung normal sein kann
Leichte Veränderungen sind in der Anfangsphase möglich und meist unbedenklich:
- zögerliches Fressen oder kurze Fresspausen
- veränderter Kotgeruch oder -konsistenz
- geringere oder größere Futtermenge pro Mahlzeit
Wann solltest du langsamer machen?
Gehe einen Schritt zurück, wenn folgende Anzeichen auftreten:
- anhaltende Futterverweigerung über mehrere Tage
- Durchfall oder stark riechender Kot
- auffällige Teilnahmslosigkeit
Wichtig: Frisst eine Katze länger als 24–36 Stunden gar nicht, sollte die Situation ernst genommen und im Zweifel tierärztlich abgeklärt werden.
Praktische Tipps für eine erfolgreiche Umstellung
- Futter immer zimmertemperiert anbieten
- Geruch verstärken (z. B. leicht erwärmen oder etwas warmes Wasser untermischen)
- Ruhiger Fressplatz ohne Stress
- Keine neuen Snacks oder Leckerlis während der Umstellung
- Lieber mehrere kleine Mahlzeiten anbieten
Häufige Fragen zur Futterumstellung bei Katzen
Meine Katze frisst das neue Futter nicht – was kann ich tun?
Katzen brauchen oft mehrere Anläufe. Hilfreich ist eine sehr langsame Umstellung, das leichte Erwärmen des Futters oder das Untermischen kleinster Mengen.
Darf ich Trocken- und Nassfutter mischen?
Grundsätzlich ist hochwertiges Nassfutter die bessere Hauptnahrung. Während der Umstellung empfiehlt es sich, nicht mehrere Futterarten gleichzeitig zu wechseln.
Wie lange dauert eine Futterumstellung bei Katzen?
Je nach Sensibilität zwischen 2 und 4 Wochen. Bei sehr wählerischen Katzen auch länger.
Kostenlose Einschätzung – ich unterstütze dich gern
Wenn du unsicher bist, welches Futter passt oder wie schnell du umstellen solltest, melde dich gerne bei mir. Ich schaue kurz mit dir drauf und gebe dir eine klare Empfehlung.

